Planung: Warhammer Fantasy

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Björn
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Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Björn » Donnerstag 12. Oktober 2017, 11:03

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Seit geraumer Zeit liegt Warhammer Fantasy bei uns buchstäblich auf Eis. Das hat nichts mit Überdruss oder Ähnlichem zu tun; wir wollten einfach nur mal ein paar andere Welten, darunter Warhammer 40K, besuchen.

Warum ZWEIHAMMER?
Wir bzw. ich werde die Hintergrundwelt vom Warhammer Fantasy Rollenspiel (Editionen 1+2+3) mit dem Regelwerk von ZWEIHÄNDER verknüpfen. Das haben schon einige gemacht und es scheint sehr gut zu funktionieren. Die Regelmechanik ist der von Warhammer 1+2 zwar ähnlich, in einigen Punkten aber macht sie aber eine bessere Figur.


Als Startzeitpunkt werde ich das Jahr 2522 I.C. wählen. Der Sturm des Chaos ist in vollem Gange und der Kaiser entpuppt sich als ein zwar heldenhafter aber doch sehr inkompetenter Kaiser; besonders was Taktiken und Strategie angeht. Auch wenn die Presse den Kaiser immer zum Helden gemacht hat, zeigt sich jetzt, dass er nicht viel von dieser Lichtgestalt innehat. Er kann kämpfen und sich perfekt in Szene setzen. Auch scheint er immer die richtigen Antworten auf knifflige Fragen parat zu haben. Sein Charisma ist wirklich bemerkenswert und er kommt sehr gut beim Volk an.
Doch der Thron wackelt buchstäblich. Ohne seine Heerschar von Beratern und "Vorsagern", Ministern und Militärberatern, wirkt er doch sehr überfordert. Das geht soweit, dass Gerüchte die Runde machen, er sei nichts weiter als eine lächerliche Marionette. Im Verlauf der ersten drei Abenteuer, werden die Charaktere bemerken, dass das imperiale Volk kriegsmüde ist. Dazu ein paar Punkte, wie sie im Verlauf der Kampagne geschehen könnten:
- Ganze Armeen desertieren. Zwar wurde das Chaos mehr oder weniger zurückgeschlagen, doch gilt es nun, im Land für Recht und Ordnung zu sorgen.
- Die militärischen Ressourcen sind aufgebraucht. Selbst Marienburg "spendet" keinerlei Gold mehr für Söldner.
- Die Bretonen bieten ihre Hilfe an, doch der Imperator will kein "rückständiges Feudalsystem" in seinem Land.
- Aufgrund der wenigen Ressourcen im Militär und Polizeiwesen werden Straftaten nun sehr viel härter geahndet als je zuvor. Man hat schlicht keine Zeit und erst recht kein Gold mehr, um sich mit Kleinkriminellen herumzuschlagen. Also muss man Exempel statuieren.
- Erste Rufe den unfähigen Kaiser zu entmachten werden laut.
- Middenheim hat mit sich selbst zu tun. Die Kriegsschäden sind hoch. Es wird Jahre dauern, alles wieder herzurichten
- Im Land ziehen immer noch marodierende Horden von Chaosanhängern umher und verbreiten Schrecken und Verderben
- In der Verzweiflung klammert man sich an Tilea und Estalia. Man erinnert an die doch guten Handelsbeziehungen.
- Tilea reagiert: Eine Masseneinwanderung von Tileanern beginnt. Sie sollen Söldner, Handwerker, Mediziner, Arbeiter und Kaufleute ins Imperium bringen.
- Estalia macht gar nichts. Sie sichern sich das Gewässer und laufen den Tileanern den Rang ab. Sie herrschen nun über das Meer. Sie kassieren von den Tileanern gigantische Zölle.
- Den Magieschulen mangelt es an Lehrern und Schülern. Zu viele sind auf den Schlachtfeldern ums Leben gekommen. Der Anblick von Magiestudenten wird selten. Man lockert das Gesetz, was nun auch "Magiebegabten" die Möglichkeit gibt, Unterricht zu erteilen oder zu bekommen.
- Es mangelt wirklich an Allem: Essen, Kleidung, medizinische Versorgung und besonders: Personal! Unzählige Menschen sind in den Krieg gezogen und kamen nicht heim. Das reißt riesige Löcher in die Infrastruktur des Imperiums.

Es gibt zwar noch alles, doch alles nur noch sehr sporadisch. Der Adel feiert nun keine großen Feste mehr, zu wenig Ressourcen hat man dafür übrig. Der Witz dabei: Der Adel benimmt sich aber so, als würde es ihm an nichts mangeln. :D Der Schein trügt also. Einzig für die arme Bevölkerung ändert sich nicht viel. Viel ärmer konnten sie auch nicht mehr werden.
Viele Bürger des Landes, besonders die in den Städten, berichten von einer Art Endzeitstimmung. Man ist dem endgültigem Ende der menschlichen Ära im Imperium näher, als einem Neuaufbau. Vom Kaiser erwartet man nicht mehr viel. Man beäugt eher die Berater um ihn herum. Karl-Franz erhält vom Volk den Namen "Rostiges Sprachrohr" oder "Die adlige Marionette". Aber er will einfach nicht abdanken. Immer noch spielt er den gebildeten und hochrangigen, intelligenten Regenten; dabei ist er nur noch ein Abziehbild. Wer aber soll ihn ersetzen?

In diese Welt bzw. Darstellung der Alten Welt (ent-)lasse ich meine Spieler.
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Bücherwurm » Donnerstag 12. Oktober 2017, 17:22

Des klingt doch mal schick, auch wenn die Desertation ganzer Armeen doch ein wenig viel is.
Eine kleine Frage hab ich aber, warum machst du den armen Franz so runter und fertig? Der hat dir doch nix getan. T.T
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wenn Korruption und Verderbtheit wie ein Krebsgeschwür wuchern,
gibt es nur eines was heilig ist,
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon obaobaboss » Donnerstag 12. Oktober 2017, 17:51

Interessantes Setting. Hast du auch vor die Charaktere im großen Politikgeschehen wirklich mitwirken zu lassen, oder sind es nur die Auswirkungen, die sie zu spüren bekommen?

Gerade die Einwanderung der Tileaner ist ja ein netter Umstand, bei meinen Post-Sturm des Chaos-Runden waren es ja die kislevitischen Flüchtlinge, die oftmals im Rampenlicht standen.

Wo du noch wenig angemerkt hast, sind die Religionen. Steht die Sigmarkirche hinter Karl Franz oder hält sie sich zurück? Sehen Ulric- und Taalanhänger ihre Chance, wieder an Boden gut zu machen? (Ok, die Ulrickirche wird an der Middenheimsituation zu nagen haben).

Auf jeden Fall eine gute Keimlandschaft für Chaoskulte, gefällt mir :chaosstar:
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Björn » Donnerstag 12. Oktober 2017, 18:17

Bücherwurm hat geschrieben:Des klingt doch mal schick, auch wenn die Desertation ganzer Armeen doch ein wenig viel is.

Naja, vielleicht hätte ich diesen Ausdruck in " setzen sollen. Ganze Armeen sind es natürlich nicht, aber doch sehr viele Soldaten, die die sprichwörtliche Flinte ins Korn werfen.
Eine kleine Frage hab ich aber, warum machst du den armen Franz so runter und fertig? Der hat dir doch nix getan. T.T

Wieso runter und fertig? Selber Schuld hat er! Was macht er auch son Blödsinn.... :mrgreen:
Ne, im Ernst: Ich finde den Gedanken einfach grausam, zu wissen, dass da ein eher ungeeigneter und zunehmend unfähiger Regent auf dem Thron sitzt, von dem man immer dachte er wäre der Kaiser.

@obaobaboss
Die Kirche, und besonders die von Sigmar, verzeichnet schwere Verluste. Der Glaube zu Sigmar steht stellenweise auch in einem eher kleinen Licht. Auch Priester, und gar nicht mal so wenige, kamen in den Schlachten ums Leben. Jede Gilde, Organisation oder Gruppierung hat viele Opfer zu beklagen. Natürlich ist das der Nährboden für andere, dunklere Götter. :chaosstar:
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Björn » Sonntag 22. Oktober 2017, 08:16

Gestern meinen (zukünftigen) Spielern vorgespielt. :)

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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Björn » Samstag 28. Oktober 2017, 21:30

Hier starten meine Charaktere:
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Grimminhagen Marke Eigenbau :)
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon obaobaboss » Sonntag 29. Oktober 2017, 17:44

Morrplatz ist ein Morrgarten, oder?

Viele interessante Anlaufplätze für die Spieler von zu Beginn, schön. Die armen Shallyapriesterinnen haben ja einen relativ weiten Weg zum Lazarett (falls sie da überhaupt Dienst haben).
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Björn » Sonntag 29. Oktober 2017, 18:27

Morrplatz ist ein Morrgarten, sprich ein Friedhof, ja ;)

Nun ja, Grimminhagen ist sehr schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und somit hat man sich die Gebäude genommen, die ersten noch intakt waren und zweitens den Ansprüchen gerecht wurden. Harsum im Norden und Untergard im Süden wurden ja vollkommen zerstört. Dies waren die nächsten Orte von Grimminhagen aus. Grimminhagen wird, zumindest bei mir, ein Auffangbecken für versprengte imperiale Soldaten und Flüchtlinge. Alle wehrfähigen Männer werden dann bewaffnet und wieder eingesetzt. Dann gehts nämlich auf Patrouille. :D

Aus dem Nord-Nerd-Forum:
Das Charakterkonzept meiner Frau
Rasse: Zwerg
Geschlecht: Männlich
Herkunft: Karak Norn
Beruf: Fahrender Apotheker

Kathrins Zwerg heißt Helgar Unikson, wobei das R am Ende des Vornamens sehr betont wird. Warum? Helgar ist das fünfte! Kind aus einer sehr alten, wohlhabenden Zwergenfamilie in Karak Norn. Eigentlich sollte Helgar Helga heißen. Zuvor hatte Mama Unikson nämlich bereits vier Mädels (Helene, Hanna, Hedwig und Heike) auf die Welt gebracht. Alleine schon die Tatsache, dass Zwergendamen so viele Kinder bekommen können, grenzt an ein Wunder. Noch seltener: Mädchen. Der weibliche Nachwuchs lässt bei den Zwergen sehr zu wünschen übrig. Nach den ersten vier Mädchen wurde Mama nochmal schwanger. Die Eltern stellten sich, und völlig zu recht, auf ein weiteres Mädchen ein. Name und Runenstein wurden bereits bearbeitet. Und dann geschah das, woran ja nun niemand mehr geglaubt hatte. Ein gesundes, männliches Zwergenbaby betrat die Bühne der Welt. Kurzerhand machte man aus Helga also Helgar.

Helgar Unikson ist das, was man einen Fahrenden Apotheker nennt; im besten Fall. Man könnte durchaus auch den Begriff Scharlatan oder Wunderheiler benutzen. Auch die Bezeichnung Medicus könnte man verwenden. Aus Kathay kommend, kann es der Zwerg also kaum noch abwarten, den Hilfesuchenden seine Dienste anzubieten und mit seinem neuen, medizinischen Kenntnissen aufzutrumpfen. Natürlich weiß er vom Sturm des Chaos. Aus diesem Grund hat er nämlich eine wahre Odyssee hinter sich, weil er ständig dem Feind ausweichen und seine Route neu berechnen musste.

Helgar hat aus dem Fernen Osten sehr viele interessante Dinge mitgenommen; sowohl in Objektform als auch im Wissensbereich. So weiß Helgar zum Beispiel, dass reinliche und saubere Menschen sehr viel weniger krank werden, als solche, die sich buchstäblich im Dreck suhlen. Reinlichkeit, besonders in Verbindung mit offenen Wunden, ist also sehr wichtig. Nur wird das hier, im Imperium, kaum jemanden interessieren. :mrgreen:

Zwei Tiere begleiten den Apotheker: Der Jack-Russell-Terrier Monster und das veraltete Kriegspony Schlotter. Der kleine Hund dient als Alarmanlage und das an ein Maultier erinnernde Kriegspony als Zugpferd für den Wagen. Eigentlich hätte Schlotter schon längst tot sein sollen, doch er will einfach nicht sterben. In ihm scheint Zwergenblut zu fließen. Zwar ist er schon einundvierzig Jahre alt, macht aber für sein Alter einen echt robusten Eindruck.

Abschließend muss man noch den mit Utensilien und Krims-Krams vollgestopften Wagen erwähnen. Dieser beinhaltet zwar viele medizinische Instrumente, Salben, Reagenzien, Kräuter und Pflanzen, wohl aber auch allerhand unbrauchbaren Schnickschnack, den man zum Überleben nicht unbedingt benötigt. Somit ist der Wagen also eine Art Wunderkiste. Im Spiel wird sich der Wagen vielleicht als sehr nützlich erweisen, denn ich werde Kathrin den Inhalt (fast) selbst bestimmen lassen. Also könnte durchaus eine lange Liste an Gegenständen zusammenkommen. Ich finde das interessant. Im Spiel können Gegenstände aus diesem Wagen wirklich zum Erfolg einer Aktion beitragen. "Seil? Hab ich im Wagen. Mehr als dreißig Meter." "Hammer und Nägel? Hab ich. Im Wagen." "Taschen und Wasserschläuche? Moment, ich schau mal nach." :D

Hier nun der "Wagen":
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Björn » Samstag 4. November 2017, 11:05

Vor unserer ersten Spielsitzung, eine glorreiche, aber kostspielige Erfindung des Alchemisten Helgar Unikson:
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"Helgars Flaschenleuchte" gibt Licht. Viel Licht. Lässt man die Flasche stehen, geschieht nichts. Erst durch das kräftige Schütteln vermischen sich die Substanzen im Inneren der Flasche. Die Flüssigkeit fängt an zu leuchten. Die Substanzen setzen sich innerhalb von zwei Stunden wieder ab, was zur Folge hat, dass das Licht schwächer wird und am Ende vollkommen erlischt. Dann wird es wieder Zeit die Flasche ordentlich zu schütteln. Das Licht ersetzt mehrere Kerzen und kann, bei höherem Mischverhältnis, sogar starkes Laternenlicht erzeugen. Allerdings ist letztere Variante ziemlich gefährlich, da sich die Substanzen bei solch hoher Konzentration leicht entzünden könnten. Wie lange eine Flaschenleuchte hält, also wiederverwendbar ist, ist nicht bekannt. Helgar nutzt seine erste Flasche bereits seit drei Jahren täglich. Ohne Lichtverlust.



Was haltet ihr von dieser Erfindung?
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Re: Planung: Warhammer Fantasy

Beitragvon Alandor » Samstag 4. November 2017, 14:49

Ist ja schon was einzigartiges, dieses zwergische "Knicklicht".
Wären hier die Zwergen-Ingenieure nit daran interessiert, diese Erfindung zu vervielfältigen und es natürlich in zwergischen Händen zu belassen?



AL
Kane der Verfluchte hat geschrieben:Ich töte andere Wesen.
Dazu wurde ich erschaffen.
Ich bin ziemlich gut darin.

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