Chaos-Bindung

Alles rund um die Regeln der 2. Edition des WFRSP
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Athair
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Chaos-Bindung

Beitragvon Athair » Dienstag 4. März 2014, 15:11

Eine kurze Regelidee/Regelskizze, die Verderbnis ins Spiel bringen soll.

Chaos-Gunstpunkte & Chaosbindung:
Wenn ein SC situativ die negativen Gefühle, die mit den Chaosgöttern verbunden sind, auslebt oder generell chaosgefällig Handlungen* unternimmt, dann erhält er einen Gunstwürfel. Dieser lässt sich (bis zum Ende des Spielabends) wie ein Glückspunkt einsetzten. Mit dem Unterschied, dass der Spieler bei Einsatz sowohl das Ergebnis des Gunstwürfel als auch des "normalem Wurfs" (der auch schon durch einen Glückswurf ersetzt sein kann) auswählen kann.

Wenn der Spieler einen Gunstwürfel einsetzt, erhält er einen Bindungspunkt mit der entsprechenden Chaosgottheit. Analog zur Wahnsinnsregelung muss der Spieler ab einer bestimmten Zahl an Chaosbindung (Gesamtzahl = entscheidend) einen WK-Wurf (?) machen oder erhält eine Mutation/ein Geschenk** von dem Chaosgott, bei dem er die meiste Bindung hat. Wenn die Bindung sich relativ gleichmäßig verteilt => Ungeteiltes Chaos.


Ob und wie ich ... Verderbnisregelung von Schattenjäger mit einbauen möchte, weiß ich noch nicht. Vielleicht läuft Verderbnis als seperater Eintrag unter "ungeteiltes Chaos". Die Punkte zählen bei einem Vergeleich der Chaosgötter nicht mit, tragen aber zur Gesamtzahl bei.


* Da folgt noch ein - nicht abschließender - Kriterienkatalog für alle Chaosgötter + Ungeteiltes Chaos.
** Eventuell wird aus den Mutationslisten aus RdC da eine separate Liste erstellt.




Soweit mal die Idee. Meinungen? Andere Vorschläge?
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Luther Engelsnot » Dienstag 4. März 2014, 18:30

Darf man fragen, wofür es genau gedacht ist? Also eine normale Warhammerrunde? Eine Warhammerrunden in der man als Chaosanhänger spielt? Ansonsten hätte ich aber ein paar Anmerkungen. Im Moment kann man nicht unfreiwillig Verderbnis bekommen mit diesen Regeln, was etwas dem Konzept des Chaos entgegen läuft. Da sollte man vielleicht anpassen. Gleichzeitig kann ein Spieler es damit ja ausnutzen, weil er nur gewollt Punkte sammeln kann. Ansonsten wäre auch eine Idee, ob man Mutationen gezielter bekommen kann, also nicht völlig zufällig wie bei Black Crusade. Vielleicht auch dafür GUnstpunkte aufsparen. Aber ich denke mal mehr darüber nach. Bin etwas aus der zweiten Edition raus.
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Athair » Dienstag 4. März 2014, 19:58

Für mich zeichnet sich Warhammer dadurch aus, dass die SC als Abenteurer sich gleichzeitig auf zwei Pfaden befinden.

Der eine heißt: From zero to hero.
Der andere: Into madness and corruption.
Beide Wege können durch vorzeitiges Ableben beendet werden.

Was mir bei WFRP 2 fehlt ist das "and corruption".
Nach den Regeln können SC bei Kontakt mit Warpstein oder chaosmagischer Umgebung mutieren. Das war's (glaube ich).

Und: Die Chaosgötter sind vom Konzept her ja so angelegt, dass sie ihre Macht aus den destruktiven Emotionen der Bewohner der Warhammer-Welt ziehen.

... das sind die Gedanken, die dahinter stehen.

Die Regeln aus Schattenjäger/Freihändler (die anderen hab ich nicht) für Verderbnis funktionieren ja analog zu Wahnsinn. Ich möchte aber, dass die SC den Lockruf des Chaos hören können ... mit all den schönen und gemeinen Konsequenzen.



Im Spiel würde das System der Gunstpunkte und Chaosbindung so funktionieren:
Dem Hexenjäger reicht es nicht, dass er (zusammen mit seinen Gefährten) das Ritual des Chaoskultes vom Silbernen Kelch vereitelt hat. Er lässt die Ausgänge aus dem Kultraum (durch seine Kameraden) abriegeln und metzelt sich vor Ort durch die beinahe wehrlosen Kultisten. An der Stelle würde der SL dem Spieler des Hexenjäger einen Gunstpunkt (Khorne) für das brutale Blutvergießen geben (zum Beispiel im Form eines roten Glassteins). Der Spieler kann den Punkt wie einen besseren Glückspunkt im weiteren Verlauf des Spielabends einsetzten (vielleicht - wenn es gegen Ende des Spielabends ist - auch mit in den nächsten Spielabend nehmen). Der Spieler kann den Punkt aber auch verfallen lassen (er setzt ihn bis zum Ende des Spielabends nicht ein).

Wenn der Spieler den Gunstwürfel einsetzt, schreibt er sich einen Punkt Chaosbindung im Feld "Khorne" auf.


Punkte in Chaosbindung funktionieren letztlich wie Verderbnispunkte. Mit dem Unterschied, dass sie verschiedenen Göttern zugeteilt sind. Wenn insgesamt genung Punkte gesammelt sind, wird wie bei Wahnsinn gewürfelt. Bei Nicht-Bestehen werden die Folgen über eine Tabelle für z.B. Khorne (wenn der SC da die meisten Punkte hatte) ermittelt. Die "normalen Verderbnispunkte" (wie in Schattenjäger) gibt es zusätzlich.

Das einzige, was auf dem Charakterbogen dazukommt ist das Feld "Korruption". Gunstpunkte halten ja nicht lange.

Korruption:
  • Chaosbindung
    Khorne:
    Nurgle:
    Tzeentch:
    Slaanesh:
    Ungeteilt:
  • Verderbnis:
  • Gesamt:

... das heißt: Ob ein SC mutiert, hängt von der Gesamtzahl der Korruptionspunkte ab. Wie er mutiert von der Verteilung seiner Punkte. (Wobei die Tabellen für die Chaosgötter netter sind als die für Verderbnis.)
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Luther Engelsnot » Dienstag 4. März 2014, 21:24

Habe ich das richtig verstanden? Nur wenn er den Gunstpunkt benutzt, bekommt er auch praktisch einen Verderbnispunkt?
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Athair » Dienstag 4. März 2014, 21:39

Genau. Außerdem müssen Gunstpunkte im Zeitraum einer Spielsitzung aufgebraucht werden, sonst verfallen sie.

Die Verderbnisregeln von DH/RT laufen außerdem noch ganz normal mit.

Und: Es ist für den SC günstiger anteilig mehr Chaosbindung als Verderbnis zu haben, wenn für Effekte (Mutationen & Co.) gewürfelt wird. (Allerdings: Die Verteilung bekommt man nur durch insgesamt mehr Korruptionspunkte zu Stande. Verderbnis lässt sich ja nicht vom Spieler steuern. Das bedeutet wiederum tendenziell mehr Mutationen und andere Chaoseffekte ... Eine Spirale. :twisted: )

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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Luther Engelsnot » Mittwoch 5. März 2014, 11:51

Ah jetzt habe ich das erst verstanden. Dann würde ich mich mit den Gunstpunkten vielleicht ein kleines bisschen an Black Crusade orientiert. So dass man nicht bereits bei einem Punkt mehr einer Chaosgottheit zu geordnet ist, sondern erst bei 5 Punkten Unterschied oder einen anderen Wert, je nachdem wie schnell oder langsam man an die Punkte kommt. Das zweite wäre als Vorschlag, dass die Chaosbindungspunke vielleicht erlauben das Mutationsergebnis zu verschieben, also den Würfelwurf, der die Mutation bestimmt. Ich kann nicht einschätzen, wie oft man sie so bekommt, je nachdem vielleicht um bis zu Chaosbindungspunkte viele Punkte oder 1/10 davon. Andere Seite wäre vielleicht, gibt es Vorteile für die andere Seite? Also besonders gläubige Spieler, die sich aktiv dagegen auflehnen? Sonst würde vielleicht mit steigender Verderbnis jeder anfangen Chaosbindungspunkte zu sammeln, weil es zu viel besser ist, als sie nicht zu nehmen und man sowieso mutiert. Aber einer sichtbaren Mutation ist ja meist in Warhammer eh schluss im Imperium.
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Athair » Mittwoch 5. März 2014, 12:47

Luther Engelsnot hat geschrieben:So dass man nicht bereits bei einem Punkt mehr einer Chaosgottheit zu geordnet ist, sondern erst bei 5 Punkten Unterschied oder einen anderen Wert, je nachdem wie schnell oder langsam man an die Punkte kommt.
Jup. Das hatte ich so vor. Ich dachte an einen Unterschied von 2 oder 3 Punkten.

Luther Engelsnot hat geschrieben:Das zweite wäre als Vorschlag, dass die Chaosbindungspunke vielleicht erlauben das Mutationsergebnis zu verschieben, also den Würfelwurf, der die Mutation bestimmt. Ich kann nicht einschätzen, wie oft man sie so bekommt, je nachdem vielleicht um bis zu Chaosbindungspunkte viele Punkte oder 1/10 davon.
Guter Vorschlag!
Die volle Zahl dürfte passen. So viele Gunstpunkte dürfte es wohl nicht geben, die in Chaosbindung umgesetzt werden können. Und selbst davon wird wohl nicht alles umgesetzt werden.
Hab mal meinen Schattenjäger-Psyker angeschaut. Der hat nach GRW-Abenteuer + Feuer&Schwert + 1-2 eingestreute Kurzabenteuer 19 Verderbnispunkte. Und so präsent wie in SJ ist das Chaos in WFRP eher nicht.

Als Versuch Werte zu fabulieren; 12 - 20 Punkte Korruption pro Spieljahr (zweiwöchiger Rhythmus) mit ca. 8+ Verderbnispunkten und 4+ Chaosbindungspunkten halte ich für realistisch.

Luther Engelsnot hat geschrieben: Andere Seite wäre vielleicht, gibt es Vorteile für die andere Seite? Also besonders gläubige Spieler, die sich aktiv dagegen auflehnen?
Da wäre vielleicht ein Talent "Schild des Glaubens" (100 EP) nötig, dass es erlaubt durch rituelle Reinigung Korruptionspunkte (nach Wahl des Spielers) einzeln loszuwerden ... und das zerbricht, sollte der SC jemals 5 oder mehr Punkte in Chaosbindung haben.
Außerdem könnten (Laien-)Priester und SC, die irgendwelche religiösen Karrieren verfolgen, wenn sie eine Handlung, die krass im Einklang mit der Gottheit steht ... einen (zufällig ermittelten) Korruptionspunkt verlieren.

Luther Engelsnot hat geschrieben: Sonst würde vielleicht mit steigender Verderbnis jeder anfangen Chaosbindungspunkte zu sammeln, weil es zu viel besser ist, als sie nicht zu nehmen und man sowieso mutiert.
Bis auf das "sowieso" ist der Mechanismus gewollt. Nur: Durch zusätzliche Chaosbindung verschiebt man zwar das mögliche Ergebnis in richtung erwünschterer Erffekte, erhöht andererseits die Gesamtzahl der Korruptionspunkte deutlich.
Das heißt: Wenn du eine Mutation erhältst, ist sie zwar für dich "besser", aber du bekommst auch viel früher welche.
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Seelenschmied » Mittwoch 5. März 2014, 16:33

Aber wie beschreibst du das Ausgeben des Gunstpunktes rollenspielerisch? Das ist ja etwas für was man sich aktiv entscheidet. Wie bei Glück? Also "Zufall"? Der Gott hat sich mal rübergebeugt und die Sache für den Char geklärt? Weiß der Char das dann auch? Wenn ja, könnte das zu gewaltigen Problemen für den Spieler und den Char führen.
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Seelenschmied » Mittwoch 5. März 2014, 16:34

Achja, und wie handhabst du das bei Elfen und Zwergen die weniger anfällig sind? Udn bei Halblingen bei denen es meines Wissens nach garkeine Regeln gibt?
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Re: Chaos-Bindung

Beitragvon Athair » Mittwoch 5. März 2014, 17:27

@ Rollenspiel:
Seelenschmied hat geschrieben:Aber wie beschreibst du das Ausgeben des Gunstpunktes rollenspielerisch? Das ist ja etwas für was man sich aktiv entscheidet. Wie bei Glück? Also "Zufall"?
Ja. Die Einflüsse des Chaos haben die Wahrscheinlichkeiten im Sinne deines Charakters gedreht.

Seelenschmied hat geschrieben:Weiß der Char das dann auch?
Der Spieler weiß es natrürlich. Schließlich sind Gunstpunkte seine Ressource, die er nutzen kann oder auch nicht. Der Charakter weiß es nicht. Aber (theoretisch) weiß er, dass seine negativen Handlungen und Emotionen das Chaos auf den Plan rufen.



@ Nichtmenschliche Völker:
Seelenschmied hat geschrieben:Achja, und wie handhabst du das bei Elfen und Zwergen die weniger anfällig sind?
Hmmm ... so wesentlich weniger anfällig sind die mMn gar nicht. Siehe Dunkelelfen und Chaoszwerge. Entsscheidend ist mMn nach, dass Elfen und Zwerge kulturell bedingt ein besseres Gespür für den Einfluss des Chaos haben. (In Game würde das bedeuten, dass die SC mitbekommen, wenn sie Gunstpunkte erhalten.) Und natürlich wird von ihnen erwartet, dass sie - wenn sie nicht den Weg ihrer dunklen Verwandten gehen wollen - die Punkte ablehnen. Ob die Elfen und Zwerge für Würfe gegen Korruption Boni erhalten, weiß ich noch nicht. Eine Möglichkeit wäre das über ein gemeinsames Rassentalent zu lösen. K.A. ob ich das will.

Kurz: Im Wesentlichen erwarte ich von den Spielern Rollenspiel, das den Völkern gerecht wird.


@ Halblinge: Entweder die Korruptionsregelungen entfallen ganz, oder es gibt nur Verderbnispunkte, die als zweite unabhängige Sammlung von Wahnsinnspunkten funktioniert. Wenn aufgrund der Punktezahl eine Probe fällig würde und diese (+ 10 WI gegen Chaos) verpatzt würde, erhielte der Halbling eine (chaosmodifizierte) Geistesstörung. Heißt: Die Geistesstörung würde mit einem Trapping versehen. Bsp.: Sklave des Glücks: Der SC ist nur an esoterischen, gefährlichen oder streng verbotenem Glücksspiel interessiert.


Grundsätzlich ist zu sagen, dass ich die Regelungen erstmal ohne nichtmenschliche Völker stehen haben will und dann schaue wie ich jene einbaue.
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