Magiegespür

Alles rund um die Regeln der 2. Edition des WFRSP
Schwalbe
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Magiegespür

Beitragvon Schwalbe » Dienstag 23. Mai 2017, 10:04

Hallo zusammen,

wir spielen zwar schon eine ganze Weile das WFRv2, aber ich leite das Spiel erst seit kurzem und nun habe ich eine Frage hier in die Runde (da ich sie meinen erfahrenen Spielern nicht stellen, kann ohne ihnen die Quest zu spoilern):

Können Charaktere, die die Fertigkeit Magiegespür haben, Chaos spüren? Z.B. ob ein Stein ein Warpstein ist oder eine Person dem Chaos (durch z.B. einen Warpstein) ausgesetzt ist? Ist Chaos Magie?

Bisher habe ich darauf keine eindeutige Antwort finden können :(
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
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Re: Magiegespür

Beitragvon Seelenschmied » Dienstag 23. Mai 2017, 15:49

Warpstein spürt er definitiv, ist kristallisierte Magie.

Ob er vom Chaos berührt wurde lässt sich maximal feststellen indem man Erkenntnismagie wirkt oder wenn es eben gerade passiert ist in großem Maßstab so dass noch eine Restmagie am Untersuchten haftet.
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Re: Magiegespür

Beitragvon Schwalbe » Dienstag 23. Mai 2017, 19:05

Danke für die schnelle Antwort, dies hilft mir schon mal weiter :)

(Ich war mir nicht sicher, ob Magiegespür sich nur auf die acht Winde der Magie bezieht oder halt Chaos mit einbezieht.)
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Re: Magiegespür

Beitragvon Raphael Nore » Donnerstag 25. Mai 2017, 17:11

Schwalbe hat geschrieben:Können Charaktere, die die Fertigkeit Magiegespür haben, Chaos spüren? Z.B. ob ein Stein ein Warpstein ist oder eine Person dem Chaos (durch z.B. einen Warpstein) ausgesetzt ist? Ist Chaos Magie?

Ob ein Stein ein Warpstein ist kann ein Magier in jedem Fall sehen. Laut RdM ist Warpstein "geronnene" Magie und extrem potent. Auf Sicht erkennen Zauberer den ganz gewiss. Zudem: wie viele andere schwarze Steine gibt es denn, die mit grünlicher Aura glühen? ;)

Ansonsten können Zauberer Chaos wohl nur in aktiver Form spüren. Dass jemand (versteckt) Mutant oder Chaosanhänger ist, das wird sich nicht einfach so erkennen lassen, aber sobald ein Chaosanhänger Magie einsetzt wird für Zauberer sehr deutlich erkennbar sein, was für eine Art von Magie da gerade gewirkt wird.

Bei korrumpierten Magistern der Orden dürfte es etwas komplizierter sein. Die werden an ihrer Magie nur dann erkennbar sein, wenn sie ordensfremde Zauber wirken oder ihre Kraft mit Schwarzer Magie verstärken.
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Re: Magiegespür

Beitragvon Athair » Freitag 26. Mai 2017, 02:50

Raphael Nore hat geschrieben:Bei korrumpierten Magistern der Orden dürfte es etwas komplizierter sein. Die werden an ihrer Magie nur dann erkennbar sein, wenn sie ordensfremde Zauber wirken oder ihre Kraft mit Schwarzer Magie verstärken.
Und selbst da werden die Magister ihre Sprüche zu tarnen wissen. Andernfalls sind Geschichten wie die von Van Horstmann überhaupt nicht denkbar.

Könnte man als "betörend schöne Ausführung des Zaubers" oder die bzw. der Magiekundige ist überrascht darüber, dass die Wirkung des Zaubers nicht ganz zu den verwendeten Gesten des Magisters zu passen scheint. Wenn der Spieler/ die Spielerin auf so ne Beschreibung einsteigt, könnte man eine entsprechende Probe ansetzen. Je nach Erfolgsgraden ... sieht die/der Magiekundige dann ein bißchen mehr, dass da was nicht stimmt. Ein erfolgreicher Wurf muss ja nicht gleich bedeuten, dass die Tarnung des Schwarzen gleich völlig auffliegt.
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Re: Magiegespür

Beitragvon Raphael Nore » Dienstag 30. Mai 2017, 12:19

Athair hat geschrieben:Und selbst da werden die Magister ihre Sprüche zu tarnen wissen. Andernfalls sind Geschichten wie die von Van Horstmann überhaupt nicht denkbar.

Ich denke nicht, dass selbst ein Van Horstmann beim ausführen der für seinen Orden üblichen Zauber in irgendeiner Weise verdächtig wirkte, egal wie mächtig diese waren. Kritisch wird es m.E. erst dann, wenn man die Grenzen seines Repertoires überschreitet und als Lichtmagier plötzlich mit Feuermagie hantiert (von einem Chaoszauber gar nicht zu reden) oder eben Schwarze Magie einsetzt, um Magie einer Stärke zu wirken, zu der man eigentlich nicht befähigt sein sollte oder dürfte.

Regeltechnisch würde ich da tatsächlich nur bei den "falschen" Zaubern oder beim Einsatz des Talents Schwarze Magie für Magiegespür würfeln lassen.

Sollte sich ein Zauberer aus irgendeinem Grund so verdächtig gemacht haben, dass ein anderer Zauberer auch bei dessen trivialsten Zaubern ganz genau hinschaut, dann würde ich möglicherweise (verdeckt oder ggf. sogar heimlich) gegen Widerstand (WK vs. WK) und für den Detektierenden zudem extrem erschwert (mit -30%) würfeln, ob da irgendetwas den Verdacht bestätigt. Möglicherweise haben sich durch die verborgene Korrumpierung ja subtil Dinge eingeschlichen, die dem Zaubernden gar nicht bewusst sind. Da das Chaos ja "der leichtere Weg" ist, würde ich derartiges nicht ausschließen.
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Re: Magiegespür

Beitragvon Athair » Mittwoch 31. Mai 2017, 16:40

Klingt nach ner sinnvollen Lösung.
Wobei man auch andere schlüssige Ableitungen aus den bestehenden Regeln tätigen kann.
Finde ich jetzt nicht so schwer/dramatisch. Kommt halt auch darauf an, was konkret man mit den (Haus-)Regeln darstellen will.
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Re: Magiegespür

Beitragvon Raphael Nore » Mittwoch 31. Mai 2017, 21:08

Ich würde das auch nicht in den Status einer echten Hausregel erheben, sondern eher locker und nach Bedarf abhandeln. Die Situation ist ja auch eher speziell.
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