Kurze Fragen

Alles rund um die Regeln der 3. Edition des WFRSP
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Farnir
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Farnir » Dienstag 26. August 2014, 23:15

DeltaII hat geschrieben:Habe jetzt schon des öfteren mitbekommen (u.a. im Ohrhammer), dass einige die Reaktionskarten, wie Ausweichen, Blocken und Parade zusammen nutzen um einen Angriff abzuwehren.
Dachte immer das grundsätzlich nur eine Aktionskarte in einer Runde gespielt werden darf, auch wenn ich außer der Reihe dran bin.


Siehe (englische) FAQ:

Actions: Reactions & immediate use
The Reaction trait itself confers no special meaning (see Game Term: Trait for more information on traits). However, some cards bearing the Reaction trait feature effects that can be used immediately in response to a triggering event of some sort. These special responses do not count as a character’s action. They are performed while a different character is being managed by the Active Player.

Any number of immediate use actions/responses can be activated when an appropriate triggering act occurs. For example, a PC could attempt to apply Dodge, Parry, and Block all against the same incoming melee attack.
DeltaII
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon DeltaII » Dienstag 16. September 2014, 10:12

Moin Leute,

mal wieder eine Frage von mir.

Wir haben neue Spieler in der Gruppe, die die 3. Ed. ausprobieren wollten, so weit so gut.
Jetzt kam die Frage auf, die bei den neuen Mitspielern einen hohen Stellenwert besitzt - Handlung hinauszögern!!

Ich weiß nicht, ob ich zu Regelkonform eingestellt bin, da ich der Meinung bin, wenn die Gruppe beschlossen hat wer den ersten Ini-Marker nimmt, der führt seine Aktion aus, d.h. er spielt irgendeine zulässige Aktionskarte und das war es dann für den Char.
Das stört die neuen Spieler jedoch so sehr, dass sie wieder aufhören wollen.

Ein Bsp. soll die Brisanz verdeutlichen:

2 SC (relativ schwächlich) wollen in einer dunklen Gasse 2 Schläger aufmischen.
Ini-Reihenfolge 1. SC/2. SC/ 3. NSC

Plan: Ein SC versteckt sich und lauert den Schlägern auf, während der 2. SC die NSC anlockt. Wenn ein NSC auf höhe des versteckt lauernden SC ist, wollte dieser losschlagen. SC 1 macht Alarm, SC 2 kann nichts tun, da die NSC noch nicht gehandelt haben, irgendwelche Aktionskarten die nützlich wären hat er auch nicht. Ziemlich frustriert muss er zu schauen wie ein NSC vorbei läuft und den anderen SC zu Brei schlägt.

Problem: Handlung hinauszögern bis der aktionsauslösende Trigger einsetzt habe ich nicht zugelassen.

Macht Ihr das, gibt es das? Bisher habe ich das so gehandhabt, dass wenn ein SC dran ist er eine Aktionskarte spielt und dann dran war. Seine Aktion aufzuheben für später sah ich bisher als unzulässig an!
Mein Fehler, bin ich zu unfair?

Ich bitte um Erläuterungen!

Gruß Delta
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Seelenschmied » Dienstag 16. September 2014, 16:57

Also ich finde da bist du zu unfair. "Handlung verzögern" ist eigentlich Bestandteil jeder guten Kampfplanung.

Noch dazu dass es scheinbar massiv die Zukunft der Gruppe gefährdet...
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Glorian Underhill » Dienstag 16. September 2014, 19:52

Also ich würde eine Hausregel einführen.

Jeder Spieler kann seine Hadnlung herauszögern wenn seine von ihm gewählte Ini Reihenfolge dran ist. Er sucht sich dann eine neue Zahl aus in der er reagiert. Allerdings wandert der Ini marker dann permanent dorthin.

So hat die Gruppe die möglichkeit sich konsistent zu machen. In summe verlieren sie aber den Ini Vorteil und der Gegner hat den Vorteil da sie sich nun in summe defensiver verhalten.

Alternativ kannst du auch sagen, dass wen ein Spieler verzögert, der Marker auf dem er sich befindet die Ini Leiste permanent hinunterwandert. Hinauszögern als Option, aber mit Preis.
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Farnir » Mittwoch 17. September 2014, 08:44

Ich stimme den Vorrednern zu - Verzögern von Handlungen sollte auf jeden Fall möglich sein.

In der speziellen Situation hätte ich erst in die Initiative gewürfelt, wenn der NSC auf Höhe von SC2 angekommen ist - eventuell sogar erst NACH der Überraschungsaktion von SC2.

Generell finde ich die D&D4-Regel beim Verzögern sinnvoll: Trigger und Aktion ansagen, Marker wird aus der Reihenfolge komplett rausgenommen. Wenn der Trigger auslöst, kommt die angekündigte Handlung sofort (ggf mitten im Zug einer anderen Figur, also z.B. nach deren Laufmanöver, aber vor der Aktion). Der Init-Marker wird dann VOR dem Marker wieder einsortiert, der den Trigger ausgelöst hat.
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Merityl » Donnerstag 13. November 2014, 14:00

Hallo zusammen =)

Ich (und meine gesamte Gruppe) sind ziemliche Neulinge bei wfrp, ich ausserdem als SL allgemein bei Rollenspielen.

Folgendes: Wie handhabt ihr die Sache mit der Nahrung? Müssen eure Spieler Essen und Trinken bei sich haben und sich regelmässig verpflegen? Oder verzichtet ihr aufgrund des "Mikromanagements" darauf?

So wie ich das sehe:

+ mehr Immersion
+ mehr Herausforderungen für die Spieler (Planung, Verhalten bei Nahrungsmangel)
+ Traglast für die Spieler, die ansonsten "nicht benötigt/benutzt" wird

- Mikromanagement
- Die Spieler haben vielleicht viele andere und wichtigere Dinge im Kopf, gerade als (potentielle) Anfänger

Sonstige Ideen:

Nahrung spielt nur dann eine Rolle, wenn sich die Spieler an eine Wildnisexpedition wagen oder eine längere Reise vor sich haben.
Aber wie handhabe ich das dann? Weise ich die Spieler darauf hin, dass ab sofort die Nahrung wichtig wird oder liegt es an ihnen, diese Tatsache zu realisieren?

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt und freue mich über eure Antworten!
mfg Merityl
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Earin Shaad » Donnerstag 13. November 2014, 14:14

Also ich verzichte bereits, das auf-die-Toilette-Gehen auszuspielen, und das selbst in gefährlichen Gegenden. Das ist IMHO genug Entgegenkommen meinerseits zugunsten der Spieler, da wird die Nahrungsaufnahme natürlich trotz allen Mikromanagements ausgespielt! ;)
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Björn » Donnerstag 13. November 2014, 18:23

Das Essen und Trinken binde ich meistens in eine Konversation ein. Wollen die Charaktere Pläne schmieden, gehen sie meist in ein Gasthaus.
Ansonsten werden "Snacks" eher als abstrakte Handlung abgehandelt. Es sei denn sie wollen, nach einer Odyssee in der Wildnis, mal so richtig schlemmen. Dann wird schon ein wenig mehr Wert auf die Einnahme gelegt. Auch die Beschreibung der Speisekarte lässt dann den Spielern das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Lustig anzusehen: Meine Spieler simulieren meistens die Nahrungsaufnahme. Es werden imaginäre Becher vom Tisch genommen, vom "Luftbrot" abgebissen und sich ebenso präsente Gabeln in den Mund geschoben. :D Recht geil. Denke viele Spieler machen das so.

Essen ist zum Beispiel in der Wildnis ein wichtiger Punkt. Besonders im Rollenspiel "Der Eine Ring" sollte man das nicht unterschätzen. Denn hier gibt es nicht, wie bei Warhammer, an buchstäblich jeder Straßenecke ein Wirtshaus, Gehöft oder Rasthof. Aufgrund der niedrigen Besiedelungsdichte, braucht man schon gute Jäger und ein hervorragendes Mikromanagement bezüglich der Nahrungsverteilung.
Eine Katastrophe wäre, wenn die Lebensmittelvorräte verderben und die Charaktere zu dämlich sind sich Wild zu erjagen oder zu doof sind Beeren und Essbare Wurzeln etc. zu finden. Das würde ich meine Spieler schon spüren lassen.

Essen/Trinken ist und bleibt zwar der wichtigste Punkt zum Überleben, ein Drama um die Aufnahme der Lebensmittel machen wir aber nie. Nur wenn es eben atmosphärisch oder es ein Teil des Abenteuers sein soll.
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Merityl » Donnerstag 27. November 2014, 00:40

Hallo zusammen =)

Zuerst vielen Dank für die hilfreichen Antworten auf die vorangegangene(n) Frage(n)!

Nun zu folgendem: Entsprechen der Schadens-, Schutz- und Verteidigungswert im Bestiarium, bzw. auf den Kreaturenkarten den Werten, die man mehr oder weniger direkt verwenden kann?

Zur Erklärung: Ich denke, dass ein Tiermensch (der ja im Normalfall keine Waffe trägt) seinen Schutz- und Verteidigungswert durch seine widerstandsfähige Haut und den Schadenswert z.B. aufgrund seiner Hörner erhält.
Ich denke also, hier macht es Sinn, die Werte (abgsehen von den normalen Anpassungen wie Gruppengrösse,...) direkt zu verwenden.

Wie verhält es sich allerdings bei einem humanoiden Gegner, wie ein generischer Soldat? Ein solcher Gegner führt normalerweise eine oder mehrere Waffen bei sich und trägt unter Umständen eine Rüstung.
Was meint ihr, ist es vom Spiel vorgsehen, die Schadens-, Schutz- und Verteidigungswerte solcher Gegner aufgrund der Waffen/Rüstungen anzupassen? Oder sind diese grundsätzlich schon in den Werten einberechnet und sollen nur im "Spezialfall" angepasst werden?

Ich danke euch für eure Antworten!
mfg Merityl
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Re: Kurze Fragen

Beitragvon Seelenschmied » Donnerstag 27. November 2014, 02:36

Ein Tiermensch ohne eine Waffe? In welcher Warhammer-Welt lebst du denn? Das wäre ja wie ein Zwerg ohne Bart!

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