10 Jahre "Die Alte Welt". Der Jubiläumswettbewerb plus Gewinnspiel

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Re: 10 Jahre "Die Alte Welt". Der Jubiläumswettbewerb plus Gewinnspiel

Beitragvon Koronus » Sonntag 19. März 2017, 15:12

Da hast du Recht. Das System ist mehr für Storyteller geeignet meiner Meinung nach. Ehrlich gesagt gäbe es nur zwei Gründe warum ich mir die dritte Edition zulegen sollte. 1. Es wäre die einzige Alternative für die unerreichbare 2. Edition.
2. Ich bekomme sie gratis.
Am Ende traf beides zu.
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Raffer hat geschrieben:Fläder so viel du willst, eventuell lebt da doch noch was.

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Re: 10 Jahre "Die Alte Welt". Der Jubiläumswettbewerb plus Gewinnspiel

Beitragvon Athair » Mittwoch 22. März 2017, 15:09

Björn hat geschrieben:Star Wars, welches ja die gleichen Mechanismen nutzt, scheint da wesentlich mehr Zuspruch bekommen zu haben, was mich nicht wundert. Star Wars ist wesentlich berühmter und beliebter als Warhammer Fantasy; auch das muss man sich eingestehen.
Star Wars ist - wie Mittelerde - auch nicht durch ein bestimmtes Spielsystem geprägt worden. Beide Spiele haben auch nicht kulturelle Bezüge zu anderen Rollenspielen, die in die DNA des Spiels reingeschrieben wurde. "D&D tifft Cthulhu im Spätmittelalter/der frühen Neuzeit" ist mehr als eine Beschreibung der Spielweise von WFRP. (Die Diskussion dazu hatte ich ja in den Themen "Einflüsse" und "Ursprünge" mal angefangen.)


... WFRP3 (und FFG Star Wars) sind gut in der Verschränkung von Dramaturgie und Spielmechanismen. Ich kann zwar nachvollziehen was sie tun wollen, aber es ist nichts, was ich in einem Spiel, das ich spiele, sehen will. Ich musste erst FFG Star Wars ausprobieren, um zu erkennen, dass es mehr ist als die Änderung des unterstützen Spielstils gegenüber den anderen WFRP-Editionen und mehr als bloßer Edition-War, der auf Basis der Ablehnung durch Altspieler wegen der Schlachtung "heiliger Kühe" besteht.

Das fasst ganz gut zusammen, wie ich WFRP3 sehe:

Suffice to say that v3 is centered on the Scene as a dramatic need and the rules are built to easily create great scenes. It is a game that throws tons of tools at the GM and tells him: here's a tool box, take what you need to make each scene memorable for your players. What is right for he scene is right for the game. So it's completely opposite to the usual simulationnist underpinnings of most games, including V1 and V2.
Quelle: http://forum.strike-to-stun.net/viewtop ... 0205#70205


Entsprechend: WFRP3 passt weniger zu "Bestien in Samt und Seide" sondern vielmehr zu "Felix & Gotrek".
Dahingehend kann ich auch verstehen, dass Leute, welche die WH-IP grundsätzlich mögen aber die verwandtschaftlichen Bindungen von WFRP nicht kennen/mögen und den Gedanken von Mortheim, WFB3 oder WFB6 nicht teilen, WFRP3 für das bessere Spiel halten.

Man könnte auch sagen: WFRP1 +2 kommen von der Wargame/Simulation/Weltenbau-Seite her (wie altes D&D und RuneQuest) während WFRP3 von der Story/Brettspiel/Videospiel-Seite (Modiphius 2d20 System - Conan, Mutant Chronicles 3rd, ... oder z.T. D&D 4) her kommt. Es ist nicht so, dass ein Design-Ansatz grundsätzlich besser wäre, man muss sich aber bewusst sein, dass Spielvoraussetzungen, -bedingungen und Ziele bzgl. des Spielerlebnisses sich fundamental unterscheiden.
Geschichte, Setting, SC/NSC und Spiel haben jeweils andere Bedeutungen und andere Funktionen. (Und ich würde behaupten: WFRP3 baucht auch nicht so viel Settingkram, weil das Setting hier keinen Eigenwert hat und erkundet werden soll, sondern es ist eine Bühne bei dem es um die Erkundung typischer Warhammer-Themen geht.)
"Es ist sinnlos die Antwort auf eine falsch gestelle Frage zu kennen."
Faxe der Seher in: U. LeGuin - Winterplanet

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