Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

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Athair
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Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Athair » Sonntag 23. August 2015, 12:14

Nachdem ich heute unter anderem über Clockwork & Chivalry geschrieben habe, kopiere ich den Text mal hierher:

Ich hatte mir das Buch ursprünglich als Ideensteinbruch für die Umsetzung von Alchemie und Fraktionen im Rollenspiel geholt. Es hat sich jedoch in meiner Gunst weit nach vorn gekämpft und ich bin mir relativ sicher das mal spielen zu können. Das Setting ist deutlich weniger abgedreht als ich vermutet hatte und entsprechend sehr viel spielbarer, als ich das eingeschätzt hatte.

Worum es geht: Den Hintergrund bildet Britannien zur Zeit des English Civil War (Mitte 17.Jh.). Die bekanntesten Personen zu der Zeit dürften der Schlächter Oliver Cromwell und Charles I sein. Jedoch geht es bei Clockwork & Chivalry nicht um ein reines Bürgerkriegsszenario, nein, es ist phantastisch verfremdet. Die Parlamentarier haben (natürlich für das Schlachtfeld) Clockwork-Monstrositäten gebaut. Die Royalisten verfügen über Alchimisten mit Mächten zweifelhafter Herkunft. Es gibt eine Vielzahl von Fraktionen ... Puritaner, Parlamentarier, Katholiken, Leveller, Mitglieder von Horseman's Word (eine okkult-satanische Fraktion), ...
Das Zusammentreffen von verschiedenen Überzeugungen hat immer Auswirkungen im Spiel. Dabei sind die "Weltbilder" innerhalb einer Fraktion deutlich weniger stereotyp, als bei anderen Rollenspielen, wo das eine Rolle spielt, der Fall ist.

Die Charaktererschaffung ist auch recht gelungen: Basiswerte auswürfeln, Soziale Klasse wählen (hierdurch werden die Werte modifiziert), Profession wählen [1] (auch hier werden die Spielwerte modifiziert) und schließlich gibt frei verteilbare Punkte ... dann werden Ereignisse in der Vergangenheit des Charakters erwürfelt. Für mich ist das eine ausgewogene Mischung aus Zufallsgenerierung, Auswahl und Point-Buy.

Das Spiel schaut sehr spielbar und ausgewogen aus. Regelseitig wird mit Renaissance eine Variante von Runequest/BRP verwendet, die speziell auf das Schwarzpulverzeitalter angepasst wurde.



[1] Die sind schön geerdet und erinnern ein bißchen an das Warhammer Rollenspiel. Ein paar Beispiele: Cavalier, Merchant, Smuggler, Wise Woman, Woodsman.
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Athair » Montag 24. August 2015, 23:06

... Thema ist offen. :)
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Earin Shaad » Dienstag 25. August 2015, 09:10

Was für ein Regelsystem benutzt das? Ich bin im allgemeinen nicht so der Fan von "Techno-Fantasy", aber das Setting klingt nicht uninteressant.
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Athair » Dienstag 25. August 2015, 12:36

Earin Shaad hat geschrieben:Was für ein Regelsystem benutzt das? Ich bin im allgemeinen nicht so der Fan von "Techno-Fantasy", aber das Setting klingt nicht uninteressant.
Athair hat geschrieben:Regelseitig wird mit Renaissance eine Variante von Runequest/BRP verwendet, die speziell auf das Schwarzpulverzeitalter angepasst wurde.
Ist auch ein W100-System und damit nicht allzu weit von WFRP 1 und 2 weg. Den Techno-Fantasy-Level kann man mMn einigermaßen gut skalieren. Wobei das ohnehin kein Feature des Settings ist, auf dem ein besonderer Fokus liegt. Das sind eher die vielen und verschiedenen religiösen und politischen Verwerfungen.

Hier gibts niedergeschriebene (spoilerfreie) Leseerfahrungen zum ersten Abenteuer der Kingdom-&-Commonwealth-Kampagne.



Addendum: Im Übrigen findet sich in Warpstone "the final issue" 30 auch eine Rezension zu dem Spiel.
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Athair » Dienstag 7. Februar 2017, 20:39

Kurze Musiktipps:

Tobias Hume (+ 1645)

Oberlinger/Ghiemli: The Passion of Musick
Sounds Military Vol.1 - 1600-1750 ... die Sachen gibts z.T. auch auf Youtube.

Ich werd die wahrscheinlich als Einleitung in den Spielabend nehmen oder als Überleitung für nen (vermeintlich?) neuen Kampagnen- oder Abenteuer-Abschnitt.


Passt für WFRP jetzt nicht ganz so gut, aber vielleicht taugt's trotzdem als Inspiration.
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Björn » Freitag 24. März 2017, 13:51

Die Musik ist toll :up:

Diese hier würde ich für meine "Marodeur"-Kampagne* nehmen. Dann aber auch nur zum Aufbau von Atmosphäre, weniger als Begleitmusik im Spiel selbst.

Spoiler: show








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*Das Lesen des "Hexenhammers" von Heinrich Kramer, sowie "Peter Hagendorf - Tagebuch eines Söldners aus dem Dreißigjährigen Krieg", hat in mir das Interesse an einer eben solchen Rollenspiel-Kampagne geweckt. So habe ich mir mehr und mehr Wissen um diese Zeit angelesen und bin bereit eine Kampagne in dieser Zeit zu leiten.

In "Marodeur", so der Name meiner Kampagne, mutieren die einst bodenständigen und braven Charaktere zu mordlüsternen Bestien des Krieges. Ob nun als Bäcker, Bauer oder Schneider, früher oder später verzehrt sie der Krieg. Auch in den entferntesten Ecken Deutschlands wird er zu spüren sein. Um zu überleben muss man schreckliche Dinge erdulden oder vielleicht gar selbst zum Täter werden.

Angefangen in einer zwar harten aber eher friedlichen Welt, bricht 1618 mit dem Praager Fenstersturz der Dreißigjährige Krieg los. Ein Glaubenskrieg der Superlative. Wie aus dem Namen bereits ersichtlich, wird er dreißig Jahre andauern und das deutsche Land grausam verwüsten. Er endet erst mit dem Westfälischen Frieden im Jahre 1648. Bekannte Dörfer werden bis dahin gänzlich von der Landkarte gelöscht sein. Neben Hunger und Perspektivlosigkeit, schlagen sich Scharen von sogenannten Marodeuren abseits des Schlachtfelds auf eigene Faust durch. Das Recht des Stärkeren wird zum Gesetz.

Als Regelwerk dient mir dann "Renaissance" oder "Zweihänder"
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Athair » Freitag 24. März 2017, 23:42

Björn hat geschrieben:*Das Lesen des "Hexenhammers" von Heinrich Kramer, sowie "Peter Hagendorf - Tagebuch eines Söldners aus dem Dreißigjährigen Krieg", hat in mir das Interesse an einer eben solchen Rollenspiel-Kampagne geweckt.
Witzig. Ich habe vor Kurzem HUNT, Tristram (2011): The English Civil War At First Hand. The conflict that divided a nation by those who were there. Penguin Books: London. erworben. ;)
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Björn » Samstag 25. März 2017, 08:29

Athair hat geschrieben:Witzig. Ich habe vor Kurzem HUNT, Tristram (2011): The English Civil War At First Hand. The conflict that divided a nation by those who were there. Penguin Books: London. erworben. ;)


Meinst du das hier?
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Ich habe mir grad dieses hier aus dem Jahr 2002 bestellt :mrgreen:
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Man, ich vermute wir beide gehen bezüglich des historischen Geschmacks so ziemlich in die gleiche Richtung. Wäre sehr interessiert daran mal eine Spielrunde in dieser Zeit für dich zu leiten. ;)
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Re: Clockwork & Chivalry - alternate history in the vein of WFRP

Beitragvon Athair » Samstag 25. März 2017, 11:43

Björn hat geschrieben:Meinst du das hier?
Ja, nur mein Exemplar schaut so aus:
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Björn hat geschrieben:Man, ich vermute wir beide gehen bezüglich des historischen Geschmacks so ziemlich in die gleiche Richtung. Wäre sehr interessiert daran mal eine Spielrunde in dieser Zeit für dich zu leiten. ;)

Wäre notwendigerweise gut zu planen. Die Städte, in denen ich lebe und deren Menschenrechtsengagement sich auf Reichsparteitage und Bauernartikel beziehen, liegen nicht gerade im deutsch-dänischen Grenzgebiet.

... vielleicht lohnt es sich derweil über eine Art Forenspiel nachzudenken. (Neues Thema?)
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