Am anfang war der Gott Imperator

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WARMASTER O
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Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon WARMASTER O » Sonntag 25. Oktober 2009, 13:04

Ich fange, in ein paar Wochen (Monaten) mit ein paar völligen WARHAMMER 40K Neulingen, eine Schatten Jäger runde an.
Und weis ehrlich nicht so genau, wie ich denen die Welt von W40K erklären sollte.

Hab ihr schon ähnliche Erfahrungen gehabt, oder könnt ihr mir sagen wo ich am besten anfangen sollte?
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Waldviech » Sonntag 25. Oktober 2009, 15:02

Wie viel Space-Opera kennen die denn schon ? Z.b. würden sich Asimov- und Travellervergleiche anbieten. Erklären würde ich es vielleicht wie folgt:

Schattenjäger spielt in einer ziemlich fernen Zukunft, in der die Menschheit sich praktisch über die gesamte Galaxis ausgebreitet hat. Allerdings steht es um die Menschheit nicht mehr allzu gut. Die glorreichen Tage, in denen der Mensch über unglaubliche Technologien verfügte, wie ihr sie vielleicht aus "Star Trek" kennt, sind lange vorbei. Die Galaxis wird zwar zu großen Teilen vom "Imperium der Menschheit" regiert, einem gigantisch aufgeblähten Riesenreich, dass mehrere Millionen Welten umfasst, doch solche Dinge wie "Fortschritt" sind Vergangenheit. Im Imperium herrscht eine ziemlich mittelalterliche Denke. Allerorten trifft man auf Aberglauben an Hexerei, Dämonen und Übernatürliches. Die PSI-Kräfte, die dabei die Rolle der "Hexerei" einnehmen, gibt es tatsächlich. Einerseits werden Psioniker als "Hexer" gefürchtet, andererseits als nützliche Werkzeuge vom Imperium in seinen Dienst gezwungen. Hochtechnologie wird vom "Adeptus Mechanikus" monopolisiert, einer kirchenartigen Organisation. Technologien, die nicht vom Adeptus Mechanikus stammen, sind verderbliche Ketzerei und Konkurenz wird ausgemerzt. Überhaupt ist Religion im 41. Jahrtausend sehr wichtig: Das Imperium gibt z.b. die Staatsreligion, den Glauben an den unsterblichen Imperator, vor. Dieser hat das Reich vor 10.000 Jahren gegründet und vegitiert im "Goldenen Thron", eine Art gigantischem Lebenserhaltungssystem komatös vor sich hin. Für die Menschen des Imperiums ist er Gott und Messias zugleich. Nur der Glaube an den Imperator, so die (lebenden) Machthaber des Imperiums, eint die Menschheit und sorgt für ihren Fortbestand. So ziemlich alles, was von außerhalb des Imperiums stammt, gilt dem Imperium als feindlich und muss abgewehrt werden. Fast ständig führt das Imperium Krieg gegen kleinere heidnische Menschenreiche am Rand des Imperiums, Außerirdische (die werden im Imperium "Xenos" genannt und von den Menschen samt und sonders demonisiert) oder Rebellen und aufständische Mutanten im Inneren. Für viele Sektoren des Imperiums scheint Krieg praktisch der einzige Daseinszweck des Imperiums zu sein und ganze Planetensysteme widmen sich einzig und allein dem Versorgen der gigantischen Raumflotten und Armeen des Imperators. Überhaupt spielt eine gewisse Portion Größenwahn bei Warhammer40K immer eine Rolle: es gibt riesige Hive-Metropolen mit vielen Milliarden Bewohnern, kilometergroße Raumschiffe mit Kleinstadtgröße, phantastische, gotisch wirkende Architektur in riesigen Ausmaßen, etc.pp.
Als ob das alles noch nicht genug wäre, wird die Menschheit von einer übernatürlichen Macht, dem sogenannten "Chaos" bedroht. Kreaturen aus dem "Warpraum" (das ist das, was in anderen SF-Universen der Hyperraum wäre), sind so etwas wie wirkliche Dämonen, die von Kultisten und Wahnsinnigen angebetet werden. So wird das Imperium nicht nur von Außen bedroht, sondern auch durch zahlreiche Geheimkulte von innen. Während die Armeen des Imperiums die äußeren Feinde abwehren, sorgt die "Imperiale Inquisition", der schattenhafte Geheimdienst des Imperiums, dafür das die inneren Feinde nicht allzu viel Schaden anrichten.


Das ist zwar noch nicht das Gelbe vom Ei, aber vielleicht ein Anfang.

Was sich auch gut anbietet, ist die Charaktere alle von einem sehr abgelegenen Planeten stammen zu lassen, damit sie das Imperium ingame erkunden können. Da erschlägt man die Neulinge nicht gleich mit der irrsinnig komplexen Hintergrundwelt von 40K. Das Einführungsabenteuer könnte dann vielleicht wie folgt laufen:
Die SC leben auf einem abgelegenen Hinterweltlerplaneten, auf dem nur alle Jubeljahre mal ein Raumschiff landet. Sie wissen lediglich: Das Imperium beherrscht die Galaxis, der Gott der Menschheit ist der Gott-Imperator und im Warp gibt´s böse Dämonen. Der Inquisitor landet auf diesem Planeten, weil er einen gefährlichen Ketzer zur Strecke bringen muss und während dieser Mission macht er die Charaktere zu seinen Akolythen....die im Zuge ihrer Missionen bald in´s weite, endlose All aufbrechen müssen und dort langsam das Imperium kennenlernen. Die selbe Masche hat bei mir bei einer alten Fading-Suns-Runde hervorragend funktioniert. FS ist zwar ein anderes Rollenspiel, das aber viele Dinge recht ähnlich macht wie Warhammer40K. Daher könnte ich mir vorstellen, daß dieser Ansatz auch bei Schattenjäger gut klappt.
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Alaric Stormblade » Montag 26. Oktober 2009, 21:59

Boah schwierig. Das Problem kenne ich. Ganz wichtig ist, dass du ihnen klar machst, dass sie kein DSA erwarten dürfen: die Welt ist nicht nett, nicht bunt und schon gar nicht gerecht! Ich finde den Begriff "technologisches Neo-Mittelalter" sehr passend.
Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein, aber mal sehen, vielleicht komm ich ja auf was.
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Schwarzer Marshall » Montag 26. Oktober 2009, 22:35

Also wenn es meine Gruppe wäre würde ich es ihnen vieleicht so erklären:
Science Fiction trifft Mittelalter Denke das umschreibt es meiner meinung nach ganz gut.
Rollenspiel: Schattenjäger, Shadowrun, Legend of the five Rings
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Waldviech » Montag 26. Oktober 2009, 23:00

Science Fiction trifft Mittelalter Denke das umschreibt es meiner meinung nach ganz gut.

Vielleicht doch besser "Space Fantasy trifft Mittelalter". Bei Science Fiction könnte manch einer vernünftig erklärbare Technologien auf wissenschaftlicher Basis erwarten. Und wer Hard-SF erwartet, wird bei Warhammer sicher vom Schlaganfall getroffen - denn was man bei WH40K auf keinen Fall machen darf, ist zu "wissenschaftlich" ranzugehen.

Ganz wichtig ist, dass du ihnen klar machst, dass sie kein DSA erwarten dürfen: die Welt ist nicht nett, nicht bunt und schon gar nicht gerecht!

Auch ein wichtiger Punkt - gerade, wenn deine Neulinge tatsächlich von DSA herkommen sollten. Dann wär´ vielleicht auch noch eine Erklärung darüber von Nöten, daß Schattenjäger einen recht engen Fokus hat. Nämlich den auf die Agenten der Inquisition. Darauf, wie bei DSA (oder auch Warhammer-Fantasy) sowohl den strahlenden Ritter als auch den blinden Schweinepolierer ohne Beine spielen zu können, ist Schattenjäger schlicht nicht ausgelegt.
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Thorbjorn Bardarson » Sonntag 8. November 2009, 14:40

Können Deine Spieler sich vorher ein wenig einlesen? :geek:
Dann würde ich ihnen die Erklärung von Waldviech als PDF schicken und dazu die kurze einseitige Erklärung der Welt aus der Gaunt-Reihe (immer am Anfang).
Dazu muss aber des Weiteren, wie schon vorher erwähnt, die düstere Stimmung klar erklärt werden.
Um diese verdeutlichen, könnte man den Leuten noch exemplarisch die Servitoren und die kleinen Cherubim vorstellen.
So könnte man zumindest mal loslegen.
Settingsbegrifflichkeiten wie "Dark Future im Weltall meets Mittalalter" finde ich alls gröbste Orientierung gut, kann aber zu Missverständnissen führen, weil sich alle unter den Begriffen was anderes vorstellen... :?:

Die Idee von Waldviech mit dem alternativen Start der Heldengruppe ist eine gute Idee, wenn sich die Spieler nirgendwo reinlesen wollen
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon WARMASTER O » Sonntag 8. November 2009, 18:53

Danke, währe froh darüber. :up:
Was willst du dafür?
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Thorbjorn Bardarson
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Thorbjorn Bardarson » Sonntag 8. November 2009, 20:14

WARMASTER O hat geschrieben:Danke, währe froh darüber. :up:
Was willst du dafür?

Hihi, da ist wohl ein Mißverständnis aufgetreten:
Mit "Ich würde.." meinte ich "an Deiner Stelle würde ich.." :lol:
Aber das Waldviech kopieren und in Word zu einem PDF konvertieren geht doch schnell.
Nur das mit den Gaunt-Büchern wird schwieriger: Ich würde Dir die gerne scannen und schicken...wenn ich einen Scanner hätte. Sorry :?
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon WARMASTER O » Montag 9. November 2009, 17:04

Kann passiern.

@Waldviech: Kann ich deinen Text kopieren?

@Thorbjorn Bardarson: schreib mir einfach die ISBN Nummern hin.

Danke im Voraus.
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Waldviech » Montag 9. November 2009, 23:23

Kann ich deinen Text kopieren?

Aber selbstverfreilicht ! 8-) :up: An einigen Stellen ist er zwar etwas holperig geraten...

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