Was ist richtig?

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Drasak
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Was ist richtig?

Beitragvon Drasak » Mittwoch 3. Januar 2018, 13:30

Da nebenan die Frage der Codextreue diskutiert wird, kam bei mir die Frage auf;
Was ist "richtiger" Fluff?

Ich habe schon das ein oder andere mal gelesen, dass vor Quellen gewarnt wurde, dass die Informationen mit Vorsicht zu genießen seien.

Was sind also eurer Meinung nach die zuverlässigsten Quellen für den "richtigen" Fluff der Warhammer Welten,
40.000 sowie Fantasy?
Und warum, bzw. warum die anderen eher nicht?
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KhornedBeef
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon KhornedBeef » Mittwoch 3. Januar 2018, 14:56

Offiziell stammt aller Fluff von "unzuverlässigen Erzählern" glaube ich :)
Generell wird meist der Fluff aus Regelbücher und Codex als konsistenteste Referenz angesehen, und sich danach über die Kompetenz verschiedener Black Library - Autoren gestritten. Da geht es um exakte, "historische" Bekanntschaft mit Daten und Verbandsbewegungen eines intergalaktischen Bürgerkriegs an einem Ende bis zu "der hat Charakter xyz überhaupt nicht verstanden" am anderen Ende.
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon Chmeee » Mittwoch 3. Januar 2018, 17:16

Ich würde mich gerne in diese Diskussion einklinken, kann aber die grüne Schrift nicht lesen. Kann ich diese oder den schwarzen Hintergrund des Forums irgendwie umstellen?
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon Thundercracker » Mittwoch 3. Januar 2018, 18:30

Also bei mir ist alles Weiß und Orange. Ich vermute mal, Du hast die Standard-Einstellung aber wenn Du ziemlich oben rechts auf Deinen Avatar und dann auf persönlicher Bereich klickst kannst Du den Hintergrund umstellen. Für mich war "Orange_BBEs" am angenehmsten aber da muss jeder für sich selbst ausprobieren, wie das Forum für seine Augen am angenehmsten ausschaut. :)

Zum Thema: Die Spieler gehören ja eigentlich auch zum Fluff, wenn sie bei den jährlichen Sommerkampagnen (heißen doch so oder?) mitwirken aber ich glaube das nehmen die Tabletop-Spieler bei GW langsam nicht mehr so ernst. Denn es begann bei einer dieser Sommerkampagnen, das ein Spieler mit seiner Armee bei WH Fantasy Morathi töten konnte, was GW nicht für möglich hielt. Der Spieler erhielt dann zwar einen Preis aber das Ergebnis wurde nicht anerkannt, weil man Morathi weiterhin als Figur bei WH Fantasy dabehalten wollte. Und dann hat man natürlich noch den "Sturm des Chaos" bei Fantasy und den 13. Black Crussade bei 40k. Da wurden die Ergebnisse der beiden Sommerkampagnen im Nachhinein für ungültig erklärt, weil man hat für Fantasy [B]"Age of Sigmar"[/B[ und für 40k das Dark Empire mit Roboutes Rückkehr und den Primaris Marines in den Fluff einbauen wollte.
Also nach diesen Sachen würde ich GWs Versprechen mit den Sommerkampagnen als Spieler Einfluss in die Universen von Fantasy und 40k Einfluss nehmen zu können, nicht mehr sonderlich ernst nehmen.
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon Alandor » Mittwoch 3. Januar 2018, 19:04

Das Problem ist, das vieles was durch diese Kampagnen in den Kanon eingeflossen ist, im Nachhinein wieder raus gestrichen wurde.
Das haben die Hardcore-Fans mitbekommen, aber der geneigte Rollenspieler wahrscheinlich nit.
Ähnlich ist es ja auch bei den Romanen, wo sich der Autor in der Regel auf den aktuellen Hintergrund stützt.
Da GW ja diesen recht schnell über den Haufen wirft, frei nach dem Motto, ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt, gibt es für die einen diesen Wissensstand, und für die anderen einen Anderen.



AL
Kane der Verfluchte hat geschrieben:Ich töte andere Wesen.
Dazu wurde ich erschaffen.
Ich bin ziemlich gut darin.
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon Chmeee » Mittwoch 3. Januar 2018, 19:16

Danke für den Orange-Tipp, jetzt kann ichs lesen :-)

Ich gehe an Fluff ganz stark von der Realismusseite ran. Für das Tabletop ist es egal wie unsinnig das eine oder andere Element ist, für das Rollenspiel aber sind Konsistenz und Nachvollziehbarkeit mit das Wichtigste. Somit werfe ich alles, was einer lebendigen, logischen Welt zuwider läuft, aus meinen Spieleabenden raus.
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon blut_und_glas » Mittwoch 3. Januar 2018, 20:28

"With Warhammer and Warhammer 40,000, the notion of canon is a fallacy. [...] Warhammer and Warhammer 40,000 exist as tens of thousands of overlapping realities in the imaginations of games developers, writers, readers and gamers. None of those interpretations is wrong."
-Gav Thorpe

"It all stems from the assumption that there's a binding contract between author and reader to adhere to some nonexistent subjective construct or 'true' representation of the setting. There is no such contract, and no such objective truth."
-Andy Hoare

"There is no canon. There's a variety of sources, many of which conflict, but every single one is a lens through which we can see the 40K setting."
-Aaron Dembski-Bowden

...und ich meine Bryan Ansell und/oder Alan Merrett hätten auch einmal Ähnliches zu Protokoll gegeben, finde dazu auf die Schnelle aber keine belegbaren Zitate.

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Re: Was ist richtig?

Beitragvon Drasak » Freitag 5. Januar 2018, 06:44

Das heißt also, dass GW, teils beabsichtigt, teils unbeabsichtigt, den Hintergrund etwas "in der Schwebe" lässt, um den Spielern kreativen Freiraum einzugestehen für Ihre eigenen Interpretationen und Geschichten...!?

Und woran haltet Ihr euch, wenn Ihr "eure" Rollenspielwelt mit Hintergrundinfos und Leben füllt?
Sucht Ihr euch einfach das raus, was euch gefällt?
Haltet Ihr euch da eher an Romane oder Codicies, bzw. Rollenspielhintergrundbücher?
Oder mischt Ihr wahllos einfach zusammen, weil Ihr vielleicht eine richtig spannende Szene in einem Roman gelesen habt, was aber nach Codex so nicht nachvollziehbar und erklärbar wäre?

Und so allgemein noch eine kleine Frage: Was ist der Unterschied von "Kanon" und "Fluff"?


Chmeee hat geschrieben:... Ich gehe an Fluff ganz stark von der Realismusseite ran. Für das Tabletop ist es egal wie unsinnig das eine oder andere Element ist, für das Rollenspiel aber sind Konsistenz und Nachvollziehbarkeit mit das Wichtigste. Somit werfe ich alles, was einer lebendigen, logischen Welt zuwider läuft, aus meinen Spieleabenden raus.

Würde mich interessieren, wo und wie Du die Grenze der "Realität" ziehst...
Bei dem Gedanken der Nachvollziehbarkeit und Logik bin ich ganz bei Dir.
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon Björn » Freitag 5. Januar 2018, 09:04

Für mich ist das Wissen eine Frage der Quellenangabe. So vermischt sich das Wissen mit dem von Romanautoren, Tabletop-Armeebüchern, Videospielen und Pen&Paper-Rollenspiel-Büchern. Bei so vielen Quellen bleiben Widersprüche gar nicht aus. Oftmals fließt dann auch die persönliche Wahrnehmung der Autoren in die Darstellung der Welten mit ein.

Für mich zählt in erster Linie das Rollenspiel-Wissen, denn darauf beziehe ich mich eben auch während des Rollenspiels. :D Dabei "gelten" auch die englischsprachigen Bücher als Quelle.
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Re: Was ist richtig?

Beitragvon Chmeee » Freitag 5. Januar 2018, 09:10

Realismus bedeutet, dass Figuren so handeln, wie es eben logisch und nachvollziehbar ist - selbst wenn die Logik rein systeminherent ist.

Wir hatten hier vor nicht all zu langer Zeit eine Diskussion offen bzgl der Bekämpfung von Space Marines. Da kam auch auf, dass so eine Servorüstung den Treffer eines WW II Panzers wegstecken könnte, woraufhin ich die Geschossenergie einer entsprechenden Panzergranate vorgerechnet habe. Solche Vergleiche finde ich SEHR wichtig, weil ich "rule of cool" nur ungern einsetze.

Edit: Ansonsten bin ich ganz bei Björn :-)

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