[DH]Fragen zum Hintergrund.

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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Graf » Freitag 8. Juli 2011, 15:26

Wenn ich diesen Beitrag über den Sinn der Litaneien lese, dann versöhnt es mich mit dem Technikmystizismus. Bisher konnte ich den Technikmystizismus partout nicht ausstehen, er schien mir einfach nicht in eine "logische" Science Fiction hineinzupassen. Doch deine Erklärung bringt mir die Logik in diese Technik-Liturgien zurück und ist absolut nachvollziehbar.
Danke für deine sehr aufschlussreiche Erläuterung, Silverhammer - vielleicht spiele ich irgendwann ja doch noch einen Technikpriester...
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Deviant » Sonntag 21. August 2011, 17:58

Naja, man muss dazu sagen, dass das auch seinen Hintergrund in der Geschichte hat von 40k.

Einfach ausgedrückt: Der Mensch hat es mit der Technik übertrieben. Die Technik wendet sich gegen den Menschen. Die Technik ist weitgehend futsch und nur noch dem Ad Mech vorbehalten.

Heißt: Technik gibt es, aber die Hoheit liegt eben beim Ad Mech. Die ein berechtigtes Interesse auf jeder Ebene haben, dass es mystisch bleibt
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Kaskantor » Dienstag 13. September 2011, 14:37

Hiho,

falls das Thema noch interessant ist, es wurde auch nach Büchern gefragt und ich denke für einen SL mit wenig Hintergrundinfos kann man die Bücherreihen "Eisenhorn" und "Ravenor" empfehlen.

Mir hats geholfen.

So long
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Thundercracker » Sonntag 13. März 2016, 16:13

Ich grabe den Thread mal aus, weil ich eine Frage zum Hintergrund der strengen Regeln des Codex Astartes habe, der ja besagt, das es eine der größten "Sünden" sei, wenn ein Orden der Space Marines mehr als 1000 Krieger und erst Recht, wenn er mehrere Tausend Krieger hat und somit die Größe Größe einer alten Legion hat. Tatsächlich wurde der Orden der Astral Claws ja auch genau deswegen vernichtet.
Aber haben dann nicht eigentlich auch die Blood Angels gegen diese Regel verstoßen?

Ghost War
Der Ghost War war eine Schlacht während des 7. Schwarzen Kreuzzugs.1 K.3

Allgemeines

Etwa 811.M37 traf die ganze Macht der Blood Angels eine Bande der Black Legion auf der Welt Mackan. In diesem Konflikt wurde der Orden beinahe durch Abaddon vernichtet, aber Reclusiarch Thalastian Jorus gelang es einen Treffer beim Kriegsherrn des Chaos zu landen.1 K.3
Nach der Beinahe Vernichtung seines Ordens verharrte der Ordenspriester mehrere Wochen in der Wildnis. In einem Blitzangriff führte er seine Todeskompanie hinter die feindlichen Linien, überwältigte die Leibwache Abaddons und stellte sich einem Zweikampf.1 K.3
Nach dem Kampf ehrte Abaddon Jorus, nach den Gefechten wurde die Gensaat von tausenden Blood Angels unbrauchbar gemacht, nur eine handvoll von Körpern blieb unbehelligt. Den Leichen von Jorus und den Mitgliedern seiner Todeskompanie lies Abbadon Throne erbauen, diese bestanden aus den Rüstungen der getöteten Kriegern der Black Legion.1 K.3
Quellen

1: Index Astartes - Death Company (2013)


Ghost War

Was ich weiß ist, das bei einem Orden nur die kämpfende Truppe eine Stärke von lediglich 1000 Mann haben darf und es dem Orden noch gestattet ist, zusätzliche Astartes als Rahmenpersonal, Reserve und Ehrenkompanien zu haben (eine davon haben ja die Ultramarines bei Cadia, die glaube ich auch nicht zu den nur erlaubten 1000 Mann Ordensstärke dazugezählt wird).
Aber mehrere Tausend ist ja schon ziemlich krass und eigentlich ein klarer Regelverstoß gegen Codex Astartes und auch ein gefundenes Fressen für die Inquisition, die ja sowas auch nur ungern sieht (siehe das Schicksal der Astral Claws).
Soweit ich das sehen kann, stammt die Information ja auch noch von einem offiziellen Regelbuch und nicht von 'nem Kanon-Konfliktreichen Roman Dan Abnetts.
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Seelenschmied » Sonntag 13. März 2016, 18:28

Auch in die Codizies haben sich immer wieder mal Fehler eingeschlichen. Die Blood Angels haben definitiv keine tausendE Marines sondern normale Ordensgröße. Die einzigen die signifikant über Ordensstärke liegen sind die Black Templars, aber die "wissen von nichts"... Wobei wir hier auch nur von ein paar Hundert mehr reden.
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Thundercracker » Sonntag 13. März 2016, 18:49

Die Minotaurs haben bestimmt auch mehr als Tausend Astartes und können so auch bei großen Verlusten immer sehr schnell wieder auf volle Ordensstärke kommen. Bei denen liegt bestimmt auch einiges im argen aber sie sind ja eh die Lieblinge des hohen Senats von Terra und selbst die sonst so mächtige Inquisition darf keine Informationen über diesen Orden einsehen und erst recht nicht überwachen.
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Seelenschmied » Sonntag 13. März 2016, 23:20

Was soviel hieße wie der Oberste Lord-Inquisitor zu Terra hat die Informationen gesperrt dass die restliche Inquisition nicht dran kommt.

Halte ich für so sinnvoll und logisch wie dass die Blood Ravens sich Artefakte von anderen Orden "borgen" und damit durchkommen...
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Astavar » Montag 14. März 2016, 06:35

Ich gestehe, dass ich es immer faszinierend finde, mehr vom Fluff und damit den Hintergründen des WH40k-Universums zu lesen. Gleichzeitig ist ein solcher Kanon für mich aber auch ein zweischneidiges Schwert. Wenn ich zwar die Sache mit der Technikliturgie sehe, und mich über passende und stimmige Erklärungen freue. Aber gleichzeitig Dinge lese, die für mich keinen Sinn ergeben. Muss aber auch nicht. Bspw. kann man vieles über Sepheris Secundus im Grundregelwerk von Dark Heresy lesen - und ich kenne NUR die Rollenspiel-Materialien. Dann kommen Informationen aus dem Abenteuer "Die Hoffnung des Barons" dazu, und dann wieder meine eigenen Gedanken.
Deswegen ist es meiner Meinung nach Segen und Fluch, dass eben nicht alles bis ins letzte Detail ausgearbeitet ist. Man stelle sich vor: Du hast einen ganz tollen, stimmigen Einfall zu etwas athmosphärischer Einstreu, und während des Abenteuers erfährst Du durch einen "Kenner", dass Du das ja ALLES FALSCH machst.
Hier mach ich´s wie die Chinesen: "Nimm das Gute, vergiss den Rest". Also immer schön Fluff lesen, und nur das nehmen, was Dir passt! :D
"Every silver lining has a cloud", Jinxter (Magnetic Scrolls)
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Chmeee » Montag 14. März 2016, 17:04

Ich bin sowieso der Meinung, dass sowohl Regelwerk als auch Hintergrund Infos nur als Hilfe dienen und für den GM nicht in Stein gemeisselt sein sollten. Der GM soll eine Geschichte erzählen und entfalten, wenn sich da hier und da etwas anders darstellt/entwickelt als es der Kanon besagt, dann finde ich das vollkommen in Ordnung.
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Re: [DH]Fragen zum Hintergrund.

Beitragvon Thundercracker » Dienstag 15. März 2016, 01:26

Da viele sich ja übrigens immer fragen, ob auch Frauen oder Aliens Mitglied bei den Space Marines werden können, hat sich GW zumindest für die Chaos Space Marines etwas neues ausgedacht. Laut dem neuen Hintergrund der Black Legion, war die Dark Eldar Nefertari eines der Gründungsmitglieder der Black Legion (wahrscheinlich eine Hexe, das vorher bei den Thousand Sons war). 8-)

Nach einer älteren Quelle war die Black Legion ursprünglich die Legion der Sons of Horus. Abaddon übernahm nach Horus' Tod das Kommando über die Legion, und führte sie in den Wirbel des Chaos. Dort begannen die Verräterlegionäre, den gefallenen Primarchen immer noch als ihren Kommandanten zu verehren und errichteten ihm Schreine. Sie gaben sich nacheinander allen vier großen Chaosgöttern und der Besessenheit hin. Durch ihre wechselnden Loyalitäten zogen sich die Dämonen jedoch regelmäßig aus ihren Wirten zurück und ließen bloß tote Hüllen zurück. Kombiniert mit den Kämpfen unter den Legionen um die Vorherrschaft dezimierte dies die Marines radikal.
Nach einer neuen Quelle verließ Abaddon die Sons of Horus, da ihn das sinnlose Blutvergießen der Legionskriege und der Zerfall der Legionen abstieß. Die Verräter-Legionen waren ohne Ziel und ohne Zusammenhalt und waren damit zufrieden, sich gegenseitig abzuschlachten. Abaddon träumte nicht davon, die Legionen zu erneuern, sondern eine völlig neue Legion zu gründen, mit all jenen, die ebenfalls mit dem Gesamtsituation unzufrieden waren. Und er hatte ein neues Ziel vor Augen, das seiner Legion und den anderen Legionen wieder einen Sinn geben würde: Der Lange Krieg. Die Gründungsmitglieder der Black Legion waren:
-Ezekyle Abaddon, ehemals Sons of Horus

-Sargon Eregesh, Hexer, ehemals Ordenspriester des Messingschädel-Ordens der Word Bearers

-die Überreste der Duraga kal Esmejhak-Kriegerschar: knapp dreißig besessene Terminatoren, angeführt von Falkus Kibre; ehemals die Justaerin der Sons of Horus

-Telemachon Lyras, meisterhafter Schwertkämpfer, ehemals Emperor's Children7

-die Kha'Sherhan-Kriegerschar: die Hexer Iskandar Khayon und Ashur-Kai Qezremah, Rubricae, ehemals Thousand Sons, dazu u.a. die Dämonen Gyre und Tokugra und die Dark Eldar-Exilantin Nefertari

-die Überreste der Fünfzehn Fänge-Kriegerschar: 6 Space Marines mit Schweren Waffen, angeführt von Lheorvine Ukris; ehemals World Eaters

Die erste Schlacht der Black Legion, die damals noch nicht so hieß, war die Zerstörung von Horus' Leichnam, der von den Emperor's Children gestohlen worden war. Abaddon wollte verhindern, dass die Emperor's Children mit dem genetischen Potenzial des Primarchen etwas klonten, mit dem sie die Legionskriege gewinnen würden. Die Mitglieder trugen damals noch ihre ursprünglichen Legionsfarben. Erst einige Jahrzehnte später zogen sie in Schwarz in die Schlacht.
Anmerkung: Wieso die Farbe Schwarz gewählt wurde, variiert je nach Quelle. Nach einer Quelle wurden die Rüstungen als Erinnerung an Horus' Versagen schwarz gefärbt, nach einer anderen Quelle damit eben nichts mehr an sein Versagen erinnern sollte.
Abaddon und seine Legion immer noch hart, um ihren Stolz und ihren Ruf wiederherzustellen, weswegen sie sich in die gefährlichsten Konflikte stürzten, die sie finden konnten. Im Laufe der Zeit wandelte sich der widerstrebende Respekt der anderen Verräterlegionen zu Unterstützung. Daher kämpfen Champions und Marines vieler Legionen und Götter nun in den Farben der Black Legion für Abaddon. Dadurch findet man auch Chaos Space Marines wie Khorne Berserker, Seuchenmarines, Noise Marines oder Thousand Sons in den Farben der Black Legion.


[url=http.//wh40k-de.lexicanum.com/wiki/Black_Legion]Black Legion[/url]

Ein Wunder das die Eldar Hexe das als einzige Frau ausgehalten hat. Das muss ja eine ziemlich "umwerfende" Duftkombination aus Schweiß, Motoröl, Schießpulver und Testosteron bei der Black Legion gewesen sein. :D
Den restlichen neuen Hintergrund über die Black Legion finde ich auch sehr interessant. Denn nun ist klar, das außer Abaddon und vielleicht noch ein paar anderen keine Space Marines mehr existieren, die von Horus abstammen, denn die Black Legion ist nicht mit den Sons of Horus identisch. Abaddon ließ seine alte untergehende Legion hinter sich und gründete stattdessen mit unzufriedenen Chaos Space Marines, der anderen Legionen, die neue Black Legion. Siehe auch hier:

Die Sons of Horus erlitten in den Kriegen besonders schwere Verluste. Die anderen Legionen hegten einen speziellen Groll gegen sie, weil sie glaubten, der Rückzug der Sons of Horus hätte sie den Sieg bei der Belagerung von Terra gekostet. (Was nicht stimmt: Die Schlacht war da bereits verloren.) Die Sons of Horus waren deswegen besonders häufig Angriffen ausgesetzt. In ihrer Verzweiflung wählten viele Sons of Horus die Option, zu einem Besessenen zu werden, einfach weil sie diese Kampfkraft zum Überleben brauchten. Nach der Zerstörung ihrer größten Festung Lupercalios durch die Emperor's Children war die Legion faktisch ausgelöscht und nur vereinzelte Kriegerbanden waren noch übrig. Da die Black Legion kurz nach der Zerstörung der Sons of Horus gegründet wurde, glaubt man im Imperium, die Sons of Horus hätten mit der Black Legion einen neuen Namen angenommen. Dies ist falsch.


Legionskriege

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