Am anfang war der Gott Imperator

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Thorbjorn Bardarson
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Thorbjorn Bardarson » Dienstag 10. November 2009, 09:25

Ich habe gerade fünf min, da kann ich es auch schnell runter tippen (nein, Herr Abnett, es ist nur für private Zwecke):

Aus "Nekropolis" von Dan Abnett, S. 5+6 ISBN 3-453-52145-2

Wir schreiben das einundvierzigste Jahrtausend. Seit über hundert Jahrhunderten sitzt der Imperator bewegungsunfähig auf dem Goldenen Thron der Erde. Er ist durch den Willen der Götter Herr über die Menschheit und durch die Stärke seiner unerschöpflichen Armeen Herr über eine Million Welten. Er ist ein verfaulender Kadaver, der sich unsichtbar in Kräften windet, die aus dem finsteren Zeitalter der Technologie stammen. Er ist der Leichenfürst des Imperiums, dem jeden Tag tausend Seelen geopfert werden, auf dass er niemals leibhaftig sterben möge.
Doch auch in seinem untoten Zustand hält der Imperator weiter ewige Wacht. Gewaltige Schlachtflotten wechseln in das von Dämonen verseuchte Miasma des Warpraums, der einzigen Verbindung zwischen entfernten Sternen, deren Routen durch den Astronom erleuchtet werden, der physischen Willens-Manifestation des Imperators. Riesige Armeen kämpfen in seinem Namen auf unzähligen Welten. Seine besten Soldaten sind die Adeptus Astartes, die Space Marines, genmanipulierte Superkrieger. Ihre Waffenbrüder sind Legion: Die Imperale Garde und unzählige planetare Verteidigungsstreitkräfte, die immer wachsame Inquisition und die Techpriester der Adeptus Mechanicus, um nur einige zu nennen. Doch trotz ihrer großen Zahl reichen sie kaum aus, um sich der allgegenwärtigen Bedrohung durch Nichtmenschen, Ketzer, Mutanten und Schlimmerem zu erwehren.
In diesen Zeiten eine Mensch zu sein bedeutet einer von unzähligen Milliarden zu sein. Es bedeutet, unter dem grausamsten und blutigsten Regime zu leben, das man sich vorstellen kann. Dies sind die Geschichten dieser Zeiten. Vergesst die Macht der Technologie und Wissenschaft, denn unendlich viel wurde vergessen und nie wieder neu gelernt. Vergesst das Versprechen von Fortschritt und Verständnis, denn in der grimmigen Finsternis gibt es nur Krieg. Es gibt keinen Frieden zwischen den Sternen, nur eine Ewigkeit des Gemetzels und des Abschlachtens und des Gelächters durstiger Götter.


Die Überschneidung mit Waldviech sind natürlich vorhanden.
Aber wenn Deine Spieler was doppelt lesen, erhöht sich ja auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie es verinnerlichen :D

Gruß
T.Bardarson
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Thundercracker
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Thundercracker » Samstag 14. Oktober 2017, 22:34

Ich grab' den Thread mal aus, weil es neues zur Herkunft des Imperators und dazu wie es dazu kam, das Imperator sich dazu entschloss der Herrscher der Menschheit zu werden. Im Lexicanum steht seit neuerdings dazu:

Im fünften Jahr des Bruderkrieges teilte der Imperator mit seinem Tribune Ra Endymion eine Projektion eines wichtigen Ereignisses seiner Kindheit. Das einzige Mal, dass er einem Mitglied seiner Legio Custodes, einem Einblick in seine Kindheit gewährte:

Der Junge lebte in einer Hütte und bestellte tagsüber das Feld. Hunde die ihn anbellten, verstummten nach einem seiner Blicke, andere Kinder rannten vor ihm weg. In seiner Gegend wurde ein proto-indogermanischer Dialekt gesprochen, der später als ein Vorläufer der Sprache der Hyttite bekannt werden sollte.

Wie es Brauch war, musste er mithilfe von Matsch den Totenschädel seines Vaters bearbeiten, bis er dessen menschliche Züge zeigte. Als er über ein Loch in dem Schädel fuhr, hatte der Knabe eine Vision, wie sein Onkel seinen Vater von hinten erschlug. Der Junge ging zu seinem Verwandten und zeigte ihm den Schädel, dann stoppte er mithilfe seine psionischen Kräfte die Blutzufuhr zu dessem Herzen. Dies war der erste Mord, den der Imperator begang und er verstand, dass die Menschheit nicht für alle Zeiten nach dem Grundsatz Auge um Auge leben könnte. Es müssten sich in Zukunft wahre Herrscher erheben, nicht einfach nur Stammesführer, die ihren Untertanen Recht und Ordnung bringen sollten.


http://wh40k-de.lexicanum.com/wiki/Imperator

Dann war er also Hethiter. Das konnte man zwar schon vorher erahnen, da ja schon früher bekannt war, das er während der Bronzezeit in Zentralanatolien geboren wurde aber jetzt wurde seine hethitische quasi bestätigt.
Mir selber wäre ja eine mykenische (Vorfahren der Griechen) Herkunft des Imperators lieber gewesen, weil die Rüstungen, die Bauten und die Statuen des Imperiums der Menschheit in 40k schon immer mehr europäisch (wie bei den alten Griechen und Römern) und weniger orientalisch ausgesehen haben und es hätte sich auch nicht mit dem ursprünglichen Lore gebissen, weil die Mykener ja auch im heutigen Anatolien siedelten (zum Beispiel die Trojaner).
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Seelenschmied » Samstag 14. Oktober 2017, 23:13

Da setzt du aber großes frühgeschichtliches Wissen bei den Entwicklern voraus. ;)
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon blut_und_glas » Sonntag 15. Oktober 2017, 17:59

Thundercracker hat geschrieben:Mir selber wäre ja eine mykenische (Vorfahren der Griechen) Herkunft des Imperators lieber gewesen, weil die Rüstungen, die Bauten und die Statuen des Imperiums der Menschheit in 40k schon immer mehr europäisch (wie bei den alten Griechen und Römern) und weniger orientalisch ausgesehen haben und es hätte sich auch nicht mit dem ursprünglichen Lore gebissen, weil die Mykener ja auch im heutigen Anatolien siedelten (zum Beispiel die Trojaner).


Funktioniert doch immernoch wunderbar, wenn du dich auf den Standpunkt stellst, der das antike Griechenland als den Wurmfortsatz des antiken Orients ansieht ("last of the East, not first of the West", müsste ich noch einmal nachschauen, in welcher von den Oriental Institute Public Lectures dieser schöne Satz fiel...).

(Davon ab ist ja diese Aus- und Umgestaltung der Geschichte das, was mir von Beginn an an der ganzen detaillierten Aufbereitung des Horus Heresy so maßlos zu wider ist. Aber das nur nebenbei. :P)

mfG
jdw
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Thundercracker » Montag 16. Oktober 2017, 20:51

Stimmt auch wieder, denn ob jetzt Mykener, Hetithier oder Asyrer, sie alle sind quasi (nicht erschrecken, jetzt kommt ein durch Hitler leider geschichtlich sehr vorbelasteter Begriff) indogermanische Arier, die sich irgendwann in der Bronzezeit von Indien aus nach Westen aufgemacht haben, um den Orient und Europa zu besiedeln.
Und der Imperator hat sich wohl da wirklich von europäischen und orientalischen Einflüssen inspirieren lassen, denn der imperiale Aquila wird wohl nicht nur den römischen Adler als Vorbild gehabt haben. Eigentlich glaube ich jetzt sogar, das sich der Imperator eher den orientalischen Faravahr als Vorbild für den imperialen Adler genommen hat, denn mit diesem Symbol wurde der Imperator schon gut 1000 Jahre früher konfrontiert.
Dafür hat der Imperator aber manchmal die Rüstungen der Death Guard mit goldenen Medusa-Köpfen schmücken lassen, was ja schon wieder mykenisch ist.
Hm... eigentlich hätte sich der Imperator mit seiner atheistischen und Chaos bekämpfenden [url=wh40k-de.lexicanum.com/wiki/Imperiale_Wahrheit]"imperial Truth"[/url] ja denken können, das nichts gutes daraus entstehen kann, wenn er sein Imperium derart mit den mystischen Symbolen vergangener Religionen zupflastert. ;)

PS: Ich finde es eigentlich ganz toll das man durch die Heresy Romane neue Sachen über den Imperator, dem technologischen Dark Age, Weltenbrand, Vereinigungskrieg, Primarchenprojekt usw. erfährt. Auf diese ganzen Informationsschnipsel in den Romanen bin ich immer ganz gierig. ;)
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Re: Am anfang war der Gott Imperator

Beitragvon Athair » Freitag 20. Oktober 2017, 20:59

Thundercracker hat geschrieben:[...] von Indien aus nach Westen aufgemacht haben, um den Orient und Europa zu besiedeln [...]
Scheint nach heutigem Stand unwahrscheinlich, oder? Der Arier-Begriff scheint mir auch unangemessen, da er als Überbegriff für Indoeuropäer verwendet wurde als man der widerlegten Annahme glaubte, man könne "Arier" auch von Eire (Irland) ableiten. Der Begriff scheint tatsächlich nur für die Gebiete rund um den Iran (wo der Begriff angemessen ist) bzw. sprachlich v.a. für Nordindien/Pakistan zu passen.
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